I.H.O.C.

Internet Home Control

Haus-Automatisierung wird immer mehr zum Trend. Das ist vor allem eine praktische Sache wenn man ein glücklicher Besitzer eines Ferienhauses ist. Da es recht kostspielig ist, das Haus ständig zu beheizen, auch wenn man gerade nicht da ist, kommt diese Technik ins Spiel. Es ist auch praktisch wenn man bestimmte Räume über dem Gefrierpunkt halten möchte, allerdings die Heizung auch hier nicht ständig laufen lassen möchte. Die Rollladensteuerung und kleine Extras sind natürlich auch ein kleiner Bonus.

In unserem Ferienhaus war seit zwei Jahren das FS20 System von Conrad in Einsatz. Die Fernschaltung erfolgte über die Telefonleitung. Jedes Jahr ging aber genau diese Schaltanlage flöten, was natürlich sehr ärgerlich war wenn man im Winter in ein eiskaltes Haus ankam.

Dieses Jahr fragte mich mein Vater ob man da nicht etwas machen könnte. Klar könnte man, also machte ich mich an die Arbeit.

Grundsätzlich funktionierte das System recht gut, di Funk-Schaltsteckdosen funktionierten einwandfrei, auch die Heizung schaltet korrekt.

So beschloss ich, das vorhandene System zu nutzen. Schon alleine weil ich nicht 230V schalten wollte (aus Sicherheitsgründen) lag es auf der Hand das FS20 System zu nutzen.

 623004_LB_03_FB.EPS_250 Die Telefonschalteinheit konnte man nicht benutzen, das Funksystem kann man ohne einem Labor und sehr guten Geräten wohl kaum brauchbar entschlüsseln und hacken.

Daher musste die Fernbedienung des FS20 Systems herhalten.

Das Layout ist auch zum Glück nicht sonderlich kompliziert, da sieht man auch schon, dass es sich nicht um eine Matrix handelt, sondern direkte Verbindungen zum IC sind. (was auch immer das für ein IC ist)
Mit dem Multimeter habe ich dann ermittelt in welche Richtung der Strom fließen soll, bzw was der  Schalter eigentlich schaltet. 001
So konnte ich feststelle wo Kollektor bzw Emitter des Transistors hingehören.
Der Transistor ist natürlich ein BC547 (was sonst?). Dank der Kontakte konnte ich den Problemlos auflöten. Die Basis habe ich nach unten geknickt, so, dass man die Platine auf eine Lochrasterkarte aufstecken kann, wie ein riesen IC mi 8 Beinchen.
Zuerst wollte das nicht so ganz. Die Transistoren haben zwar geschaltet, allerdings ließ sich das Ding nicht programmieren. Die LED leuchtete auf bei wenn der Transe geschalten hat, aber sobald zwei oder mehr gleichzeitig geschalten haben, lief der Programmiermodus an. nach bisschen Grübeln, und bisschen Zufall, bemerkte ich, dass ich beim Anfassen der Basis Schaltvorgänge auslöste… das kennt man doch vom Oszilloskop und vom EKG :-D
Da ging mir ein Licht auf: ich brauche ja noch die Pull-Down Widerstände. Also einmal 150Ohm in Serie zur Basis und ein 220ohm Pull-Down (vllt zu wenig? wären 0,015A beim Abfließen der Elektronen) auf Basis und: läuft wie geschmiert.
Noch ein 3.3V Spannungsregler drauf und das ganze verlötet.

Mit den Tastern kann man es nach wie vor benutzen.

Da ich das Schalten über das Internet am besten finde, entschloss ich mich für einen kleinen Webserver mit dem AVR. Da eignet sich dafür das AVR-NET IO von Pollin am besten.

G810058 Die Konfiguration stellte sich als einfach heraus und machte keine Probleme.

Diese zwei Module habe ich dann verbunden, 5v und 8 Ausgänge und schon konnte ich die Fernbedienung mit dem AVR schalten.

Grundsätzlich funktionierte es auf Anhieb einwandfrei.

 

Das nächste was zu tun war ist die Computer/Smartphone Software:

HTC HD2 SOFTWARE ScreenShot41

(die IP ist eine NETZWERK IP, also ist es unnötig es zu versuchen ;)

IHOC

Das Projekt ist jetzt in der Phase, wo das Ziel erreicht ist, sprich das aller nötigste funktioniert (das Schalten von Heizung und Funksteckdosen).

Ein Temperatursensor fehlt noch. Ich werde jetzt noch kleinere Module machen, die man im Haus verteilen kann. Diese sind dann mit diesem Hauptmodul über Funk verbunden und liefern Informationen wie z.B. Temperatur. Auch das Schalten wir mit diesen Mini-Modulen möglich sein.

    • Patrick
    • 7. Mrz. 2011 4:37pm

    echt coole sache!!

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